Auch der Mann soll leiden!

18.08.2008 |

Tadej Pačnik

Frauen werfen ihren Männern oft vor, dass sie nicht bei der Geburt mitmachen und deshalb nicht den Schmerz kennen. Lesen Sie hier, wie verschiedene Kulturen die Erfahrung des Schmerzes, den Frauen bei der Entbindung erleben, auszugleichen versuchten. Überaus interessant!

 


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Die alten Rituale und ihre starke Symbolik gingen in der heutigen Gesellschaft verloren. Männer erkämpften sich den Vaterschaftsurlaub, der größte Schmerz, den sie bei der Entbindung verspüren, ist der, wenn ihre Partnerin bei einer besonders starken Wehe ihre Fingernägel in ihren Arm bohrt. Jedoch praktizieren noch heute viele Völker ein Ritual, das wir Couvade nennen, dass aus dem französischen Wort für Brüten stammt. Es gibt viele Variationen von diesem Ritual, eine moderne Bezeichnung ist auch die sympathetische Schwangerschaft, obwohl diese Bezeichnung nicht ganz zutreffend ist.


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Die Indianer aus Mexiko, aus dem Stamm der Huichol, trieben die Rolle des Mannes bei der Geburt auf die Spitze. Eine Frau lag bei der Entbindung auf einer Matte, hinter ihr saß/lag auf einer Art Podest ihr Mann. Um seine Hoden hatte er eine Schnur gewickelt, die seine gebärende Frau in der Hand hielt. Bei jeder Wehe zog sie natürlich an dieser Schnurr.

Es gibt mehrere Erklärungen für das Couvade-Symptom. Weil die Rolle des Vaters nicht sehr groß war, versuchte er mit einer symbolischen Geburt die Bindung zum Kind herzustellen. In einer matriarchalen Gesellschaft war die Vaterschaft  unwichtig, der vermeintliche Vater sicherte sich damit nur den Status des Trägers des Familienbaums und der Erbfolge zu. Eine andere Erklärung ist magisch-anomalistisch. Der Mann versucht mit der Nachahmung der Geburt die bösen Geister auf sich zu lenken und so die Mutter und das Kind zu schützen. Er versucht auch, mit der Einhaltung aller Rituale, die Geister gnädig für das Kind zu stimmen. Couvade ist noch heute lebendig und zwar ganz in unserer Nähe, z. B. in Herzegowina und Montenegro oder etwas weiter weg, im Baskenland. Die Erscheinung ist zwar schon seit der Antike bekannt und war weit verbreitet unter den Stämmen von Nord- und Südamerika, Afrika, China und Indien.

 


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Couvade ist weltweit stark verbreitet. Er besteht hauptsächlich aus der Imitation der weiblichen Schwangerschaft, der Mann liegt im Bett, bei einigen bläht sich der Bauch auf, einige haben Übelkeit usw. Es ist interessant, dass noch heute sympathetische Schwangerschaften vorkommen, obwohl sie nicht mehr als solche erkannt werden. Viele reden sich mit Nerven oder verminderter Aktivität aus, obwohl man ihre Gewichtszunahme, gelegentliche Übelkeit und Rückenschmerzen durchaus als sympathetische Schwangerschaft deuten könnte.


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Lenny, 25/11/08 11:43
ich mag die fotos net, haha; netter artikel! mehr dazu
tariki, 26/06/08 14:36
Mein Gott! mehr dazu

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Ich heiße Mojca und bin 30 Jahre alt. Bis jetzt habe ich noch nie einen Orgasmus erlebt. Meine Freundinnen sprechen immer über ihre tollen Orgasmen, die sie erleben, mir ist aber dabei sehr...